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Dienstag, 25. Oktober 2011

Das Tommorrow-Projekt von INTEL

http://newsroom.intel.com/docs/DOC-1411
Intel schaut in die Zukunft und bedient sich dabei Science-Ficiton. Vier Sci-Fi-Autoren zeichnen ein Zukunftsbild. Als Basis für die  Bestseller-Autoren dienten die von Intel aktuell realisierten Forschungen in den Bereichen Photonik, Robotik, Telematik, Dynamic Physical Rendering und intelligente Sensoren.Mehr Infos und die Geschichten zum Download und als Podcast gibt es hier: http://newsroom.intel.com/docs/DOC-1411

Montag, 24. Oktober 2011

Projekt "Pictures of the future"

Welche Entwicklungen prägen in den nächsten zehn bis 15 Jahren unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft, unsere Politik? Mit den "Pictures of the future" will Siemens öffentliche Diskussionen zu wichtigen Zukunftsfragen anstoßen und zu Lösungen beitragen. Hier findet ihr ein Zukunftsszenario zu einer "Gemeinschaft der Entschleunigung". Mehr Infos und auch mehr Zukunftsbilder: http://www.siemens.com/innovation/de/publikationen/zeitschriften_pictures_of_the_future/pof_herbst_2004/szenarien_horizons2020.htm


Im ersten Szenariobild ist es Staat, Politik und Gesellschaft gelungen, in den europäischen Ländern bis zum Jahr 2020 tragfähige Lösungen für die Probleme des Gesundheitswesens, der Bildung und der Altersversorgung zu entwickeln – und zudem für Rechtssicherheit zu sorgen und die Bürger weitgehend vor Terrorismus zu schützen. Das neue "Europa der 35" ist zwar noch nicht vollständig entwickelt, aber es grenzt sich als ruhige Insel im globalen Meer schon deutlich gegenüber anderen Staatengemeinschaften und Wirtschaftsblöcken ab. Die Menschen vertrauen im Wesentlichen ihren Regierungen, Parteien und Gewerkschaften. Mit einer konservativen Grundhaltung tendieren sie dazu, an Bewährtem festzuhalten und Veränderungen ebenso skeptisch gegenüberzustehen wie der Zuwanderung von Nicht-Europäern.
Die soziale Marktwirtschaft ist in dieser Gesellschaft ein hohes Gut, ebenso die Umweltqualität und der gemeinsame Kulturraum in Europa. Sowohl Unternehmen, Organisationen als auch jeder Einzelne werden daran gemessen, inwieweit sie fair, rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst handeln. Man fühlt sich für die nachfolgenden Generationen verantwortlich: Umweltschonende Technologien stoßen auf große Akzeptanz, eine nachhaltige Wirtschaftsführung wird gewünscht und aktiv gefördert.
Hinsichtlich der ethischen Zulässigkeit der Gentechnik hat sich Europa ebenso auf eine gemeinsame Vorgehensweise geeinigt wie bei der Nutzung der Biotechnologie, wodurch die Industrie Rechtssicherheit auf diesen Gebieten erlangte. Neuen Technologien der Überwachung oder Personenidentifizierung gegenüber ist die Bevölkerung aufgeschlossen, wenn es um die Sicherheit der Bürger geht – wohingegen alle Neuerungen, die zu einem gläsernen Konsumenten führen könnten, abgelehnt werden.
http://www.siemens.com/innovation/de/publikationen/zeitschriften_pictures_of_the_future/pof_herbst_2004/szenarien_horizons2020.htm

Man konzentriert sich aufs eigene Lebensumfeld, alte Menschen sind gut in die Gesellschaft integriert, Kinder sind einer der höchsten Werte überhaupt. Zwar wächst der Anteil der unterschiedlichsten Lebensformen und der Patchwork-Familien weiterhin, aber Familie und Beruf lassen sich nun relativ leicht miteinander vereinbaren. Dank moderner Kommunikationsmittel und dem wachsenden Trend zur Informations-, Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft verlagern sich die beruflichen Arbeiten in erheblichem Umfang in die eigene Wohnung. Das intelligente Heim mit Medien-, Ruhe- und Arbeitszonen bekommt eine hohe Bedeutung – die Wohnung wird wieder zum Lebensmittelpunkt.
Insgesamt bedeuten diese Entwicklungen für große Teile Europas einen Trend zur "Entschleunigung", hin zu einer neuen Bescheidenheit, teils durch den globalen Wettbewerb erzwungen, teils freiwillig und gewünscht. Das Wirtschaftswachstum ist schwach, als Produktionsstandort kann Europa insbesondere mit den aufstrebenden Ländern Asiens nicht mithalten. In Mittel- und Nordeuropa sind der Dienstleistungs- und Informationssektor stark entwickelt, in Osteuropa die klassischen Industrien, in Südeuropa vor allem der Tourismus.
Das frei verfügbare Einkommen der Privathaushalte sinkt, auch verursacht durch die zunehmenden Anteile der Selbstfinanzierung von Gesundheit, Altersvorsorge und Sicherheit. Zudem steigen die Mobilitätsausgaben, weil immer mehr Verkehrsinfrastruktur – von mautpflichtigen Straßen über den öffentlichen Nahverkehr bis zu den Parkgebühren – privat finanziert wird. Als Folge der sinkenden Einkommen wandelt sich der Konsum vom Statusmerkmal zum sinnvollen Einkaufen: Im privaten Bereich nehmen die Do-it-yourself-Dienstleistungen zu. Investitionsgüter werden oft gemeinsam genutzt, Kulturreisen nehmen zu, Hotels müssen Flair ausstrahlen – Selbstfindung, Meditation, stilvolles Genießen und Naturnähe sind oft die Ziele.
Das Leben wird bewusster, ruhiger und auch sozial sicherer, da sich die Einkommensunterschiede zwischen Arm und Reich zunehmend verringern. Es gibt eine große Vielfalt von Arbeitszeitmodellen, die neue Wechsel zwischen Erwerbs-, Lern- und Freizeitphasen erlauben. Viele Menschen streben trotz der nötigen Zweit- und Drittjobs nach einer guten Balance zwischen Arbeit und Freizeit und versuchen, sich der ständigen Erreichbarkeit durch "Auszeiten" zu entziehen. Entspannung, der Rückzug in Gefühlswelten voller Lebensfreude und ein holistisches Gesundheitsverständnis sind oft wichtiger als berufliche Karrieren.(Quelle: http://www.siemens.com/innovation/de/publikationen/zeitschriften_pictures_of_the_future/)

Samstag, 24. September 2011

Zukunftsforschung als Vermittler bei offenen Innovationsprozessen

Die Zukunftsforschung hat die Möglichkeit, eine Vermittlerrolle einzunehmen. Sie kann dabei Verständnis schaffen für Prozesse zur Generierung von Zukunftswissen. Mit Ihrem interdisziplinären Ansatz kann sie in Unternehmen eine Moderationsrolle übernehmen und dabei offene Prozesse begleiten und unterstützen. Die Zukunftsforschung beschreibt die Zukunft als offen, als nicht determiniert. Daraus ergibt sich, dass exakte Voraussagen über zukünftige Entwicklungen nicht möglich sind. Aber gleichzeitig sind Prognosen und der Versuch, Trends und Innovationspotenziale zu identifizieren für die Akteure und „Kunden“ der Zukunftsforschung unverzichtbar. Wissenschaftlich fundierte Zukunftsforschung muss sich jedoch hierbei von der Trendforschung abgrenzen und Unternehmen einen echten Mehrwert bieten. Sie  kann auf zukünftige Themenfelder hinweisen, und kann damit die Basis schaffen für operable und dabei nachhaltige Entscheidungsprozesse in Unternehmen [nach GRUNWALD, A. 2009: 26].
Ein Fehler wäre es jedoch, sich von der Zukunftsforschung zu „desensibilisieren“, aus dem Glauben heraus, man wüsste schon, was die Zukunft bringt. Die Folge davon ist, dass Veränderungen nicht mehr rechtzeitig wahrgenommen werden und so Raum für Innovationen und neue Entwicklungen nicht mehr genutzt wird. Die Produkte werden damit nicht auf aktuelle Probleme untersucht und neu entstehende ignoriert, ohne dafür Innovationen und Lösungsansätze zu schaffen.

Zukunftsforschung als Partner bei Open Innovation


Zum anderen ist die Zukunftsforschung Partner bei der Schaffung eines Bewusstseins und einer innovationsfreudigen und damit zukunftsorientierten Unternehmenskultur. Es gilt, in Unternehmen den Blick für die Zukunft schärfen. Menschen befinden sich in einer Art „Zeitgefängnis“ [nach FLECHTHEIM, O 1987: 64]. Sie sind in Denkstrukturen „gefangen“ und können sich schlecht davon lösen. „ Values, institutions, and regulations are seen through today`s lenses. (…) our perception of „problems“ is anchored in today`s values and institutional settings. We “see” them in terms of present (or recent) categories, organizations and cultures” [LINSTONE, H. 1977: 29]. Das Undenkbare denken ist hierbei eine Herausforderung, die nicht einfach einlösbar ist. Und oftmals wird aber gerade diese Fähigkeit benötigt, um Innovationen hervorzubringen.
Für das Einsatzfeld Wirtschaft bedeutet dies, dass die Akteure die eigene Wahrnehmung von Zukunft zu überprüfen müssen. Welches Bild von der Zukunft herrscht vor? Haben die Akteure im Einsatzfeld ein transparentes Zukunftsbild oder verstehen sie die Zukunft als berechenbar und prognostizierbar? Ein Ansatzpunkt zur Entwicklung einer tragfähigen Partnerschaft liegt in der gemeinsamen Kommunikation und im Austausch über Zukunftsbilder und implizite Annahmen über die Zukunft. „In der Kommunikation kann man die geteilten Zukunftsbilder entwickeln, ihre Geteiltheit überprüfen, sich auf sie berufen oder sich auf sie beziehen“ [NEUHAUS,C. 2009: 187]. Nur wenn das gelingt, wird die gemeinsame Arbeit an Zukunftsprojekten wirklich fruchtbar.

Freitag, 23. September 2011

Zukunftsforschung und die Entwicklung von Innovationen


Die Zukunftsforschung ist bei der Entwicklung von Innovationen und bei der Schaffung von offenen und flexiblen Strukturen in Unternehmen  ein zentraler Baustein. Zukunftsforschung sollte dabei als Partner verstanden werden, mit dem Open Innovation nachhaltig umgesetzt und eingesetzt werden kann.
Zum einen durch die Generierung von Zukunftswissen, dem Erkennen von Trends und zukünftigen Entwicklungen, und zum anderen durch Konsumentenbefragungen weit über die übliche Marktforschung hinaus. Denn wichtige Faktoren für die erfolgreiche Entwicklung von Innovationen sind die genaue Marktkenntnis und das antizipierte Konsumentenverhalten. Hierbei liefert die wissenschaftliche Auseinandersetzung und Erhebung von Daten einen wichtigen Baustein für innovationsrelevantes Wissen in einem Unternehmen. Dazu muss Intensive Marktforschung betrieben werden, um „über den eigenen Tellerrand zu schauen“. Es gilt jedoch, nicht nur den Ist- Zustand einer Probandengruppe zu erheben, sondern gerade auch neue und zukünftige Potenziale erkennen zu können.

Donnerstag, 22. September 2011

Messung von Innovationen


Wie lassen sich Innovationen messen? Hier zeigt sich, dass die breite Definition von Innovationen die Messung des Erfolges schwierig macht. Ist die Definitionen einer Innovation sind unklar, so ist auch das Ergebnis einer Innovation unklar. Sind sie quantifizierbar mit der der Zahl der Patentanmeldungen, der Lizenzvergaben, die Dauer der Innovationszeiten oder durch die Anzahl neuer Produkte? Wenn Innovation als Produkt verstanden wird, dann sind die genannten Kriterien hinreichend. Wenn man Innovation als Prozess versteht, reicht die reine Betrachtung des „Ergebnisses“ nicht aus. Die Ergebnisdefinition hängt stark vom Verständnis von Innovation ab. Ist diese eher Objektbezogenen und versteht  Innovation als Ergebnis, also ein fertiges Produkt? Oder ist die Wahrnehmung eine prozessuale Sichtweise und versteht damit Innovation als einen Prozess an sich?